Samsas Traum / Weena Morloch (Alexander Kaschte)

Heute nehmen wir uns mal einen ganz besonderen Künstler an desen Biographie sich wie ein böses Märchen liest aber lest selbst.

Alexander Kaschte wurde am 01.03.1978 als Sohn einer Industriekauffrau und eines Referendars in der Goethestadt Wetzlar geboren. Seine Kindheit, Pubertät und Adoleszenz verbrachte Kaschte in Hohenahr-Ahrdt, er besuchte die Aartal-Mittelpunkt Grundschule in Niederweidbach und später das Johanneum-Gymnasium in Herborn. Als Kind entwickelte er sein eigenes Notensystem, notierte damit die Titelmelodie von „Black Beauty“ und baute Plattenspieler aus Papier. Sein erstes Geld verdiente Kaschte mit der Veröffentlichung von Kunstwerken und Geschichten in „Fridolins Kinderpost“, einer regelmäßig erscheinenden Rubrik der Wetzlarer Neuen Zeitung. Kaschte wurde für seine Arbeiten mit Briefmarken bezahlt, die er an seine Eltern verkaufte.

Kaschtes Kinderzimmer waren die Wälder zwischen Ahrdt und den benachbarten Ortschaften Altenkirchen und Bischoffen, er verbrachte viel Zeit auf, unter und hinter Bäumen und spazierte gerne durch den Regen. Die als Kind unternommenen Streifzüge und Abenteuer sollten später in etlichen seiner Lieder und Geschichten auftauchen und sind für ihn bis heute der Inbegriff sinnvoll verbrachter Freizeit. Natürlich hat Kaschte kein Verständnis dafür, dass Heranwachsende im Jahr 2013 nach Gegnern auf Bildschirmen anstatt nach Käfern auf dem Waldboden suchen. Kaschte hat höchstens Verständnis für den Prototypen des Gameboys. Wenn überhaupt.

Mit zunehmendem Alter interessierte sich Kaschte, im Gegensatz zum Rest der Dorfjugend, wenig für Mofas, Fußball und Bier, ihn dürstete es neben Büchern nach Rockmusik, Horrorfilmen und anderen Ausdrucksmöglichkeiten allgemeinen Außenseitertums. Wollte er als Kind noch Busfahrer werden und ferne Länder bereisen, dominierten im Teenageralter Berufswünsche wie Schauspieler, Spezial-Effekte-Ausdenker oder Stuntman seine Hoffnung auf eine erfüllte Zukunft. Kaschte engagierte sich in den Theatergruppen seiner Schule, modellierte Finger aus Knetmasse, hackte sie sich ab und inszenierte Skateboard-Unfälle und Feuerzeugbenzin-Explosionen auf der Dorfstraße.

Von seinen Eltern zu einer Sprachreise nach Südengland verdonnert, lernte Kaschte dort nicht nur malerische Klippen und die inspirierende Weite des atlantischen Ozeans kennen, das Schicksal ließ ihn außerdem den Musiker und Lebenskünstler Marc Presland aus der Hafenstadt Ilfracombe treffen: dieser brachte Kaschte das Gitarrespielen bei. Bisher war Kaschte zwar von seinen Eltern musikalisch gefördert worden, die Mitwirkung an einem gemischten Chor und der Unterricht an vier Blockflöten, den Kaschte immer öfter schwänzte, befriedigten sein Bedürfnis nach Rebellion nur bedingt. Zurück in Deutschland kaufte sich Kaschte seine erste E-Gitarre und arbeitete weiter an seinem Image als Dorf-Satanist und Kinderschreck. Manche glaubten, er würde Katzen töten. Andere nahmen an, dass er Friedhöfe entweihte. Wenn er mit seinem langen Mantel über den Schulhof schritt, klimperten die Ketten und Metallplatten an seinen Schuhen. Kaschte hatte die Mechanismen des Showbusiness verinnerlicht, bevor er volljährig war.

In den folgenden Jahren gründete er einige Schülerbands – man versuchte sich zunächst an Cover-Versionen und füllte das Repertoire später mit eigenen Kompositionen auf. Kaschte scheiterte in allen Bands daran, sich nicht mit anderen Musikern auseinandersetzen zu wollen. Er mochte immer seltener Kompromisse eingehen, seine Geduld gegenüber der musikalischen Meinung anderer Bandmitglieder schwand gänzlich. Kaschte tat das einzig sinnvolle, was ein junger Mann von seinen visionären Fähigkeiten tun konnte – an seinem 18. Geburtstag kaufte er eine Music Workstation, einen programmierbaren Synthesizer, einen Befehlsabspieler, ein Gerät, das brav den Mund hält und immer das macht, was man ihm aufträgt. SAMSAS TRAUM waren geboren.

An das Ende seiner Schulzeit und sein Abitur erinnert sich Alexander Kaschte nur bedingt. Die letzten drei Jahre am Johanneum-Gymnasium verbrachte er damit, während des Unterrichts Briefe an Verbündete aus dem weltweiten Musik-Untergrund zu schreiben, SAMSAS TRAUM zu promoten oder Beiträge für sein eigenes Fanzine zu verfassen. Er musste die elfte Klasse wiederholen, da er nur miserable Ergebnisse in Chemie und Physik vorweisen konnte und aus Liebeskummer an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankte. Heute weiß Kaschte nicht mehr, was er an seinem letzten Schultag gemacht hat. Außerdem hat er seinen Numerus Clausus vergessen. Kaschte hält einen ordentlichen Abschluss für enorm wichtig, vertritt aber auch den Standpunkt, dass man nur das tun sollte, wofür man echte Leidenschaft empfindet - und in seinem Falle ist es Musik.

Kaschte musste nach dem Abitur nicht zur Bundeswehr. Bei seiner Musterung hat er wahrheitsgemäß angegeben, wie viel Alkohol, Tabak und andere Drogen er pro Tag konsumierte, außerdem trug er die oben erwähnten Klimperstiefel und seinen Lieblingsmantel - sein Haar war lang, lila und an den Seiten des Kopfes abrasiert. Die Männer im Kreiswehrersatzamt Wetzlar sagten zu ihm, dass er gehen und nicht wiederkommen solle. So konnte Kaschte gleich mit einem Studium an der Philipps Universität Marburg beginnen. Irgendetwas musste er ja machen, denn mit SAMSAS TRAUM verdiente er noch kein Geld.

Trotz aller Anstrengung schaffte es Kaschte nicht, an der Universität Fuß zu fassen. Er versuchte es mit Musikwissenschaft und Soziologie, mit Medienwissenschaft, Anglistik und Philosophie. Mangelndes Interesse kann man ihm jedenfalls nicht vorwerfen, Kaschte hat sein Leben lang Bücher weggeratzt wie andere Leute Cola trinken. Es war das „System Universität“, mit dem er sich nicht anfreunden konnte: die überfüllten Hörsäle und Seminarräume, die kauzigen Professoren, die besserwisserischen Kommilitonen, die erdrückenden Menschenmassen in der Mensa, und, und, und. Irgendwann saß Alexander Kaschte nur noch im Foyer der Philosophischen Fakultät, trank Kaffee, rauchte selbstgedrehte Zigaretten und machte das, was er schon während seiner Schulzeit gemacht hatte: er schrieb Briefe an Verbündete im weltweiten Musik-Untergrund, promotete SAMSAS TRAUM und verfasste Texte zu seinen Songs. Viele der Parolen und längst überpinselten Schmierereien, die er dort an den Wänden las, fanden Einzug in seine Texte. Das prominenteste Beispiel ist wohl: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Nach drei Jahren des orientierungslosen Herumstudierens beschloss Alexander Kaschte, mit seiner Unschlüssigkeit Schluss zu machen. Er hatte mit seinem dritten SAMSAS TRAUM-Album gerade gutes Geld verdient und den Mut gefasst, der Universität den Rücken zu kehren und als selbstständiger Musiker zu arbeiten. Kaschte glaubte fest an seinen Erfolg und ging davon aus, dass es von nun an regelmäßig Geld regnen würde. Er schmiss seine Ersparnisse in einem Anfall von Rockstar-Wahnsinn aus dem Fenster und kaufte sich ein Fahrrad, einen Fernseher und einen DVD-Player. Natürlich brach in diesem Augenblick der Geldregen ab – es folgte eine nervenzerrüttende Trockenzeit in Alexander Kaschtes Brieftasche, eine Phase, in der er oft Reis mit Kräuterwürfeln aß, von seinen Freunden Hilfe in Form von Nudeln annahm und in eine ziemlich üble Marburger Wohngegend ziehen musste. Oh ja, es waren schwierige Jahre – doch Kaschtes Kopf war zu dick und zu stolz, um auf dem bereits eingeschlagenen Weg umzukehren. Der Herr wollte Musiker sein und er würde Musiker bleiben.

Das Leben blies ihn in den folgenden Jahren nach Nürnberg und Wien, Städte, die zu schicksalhaften Wendungen in Kaschtes Leben führen sollten – in ersterer lebte Kaschte das triste Dasein eines wortkargen Einsiedlers, der keinen Anschluss an seine Umwelt fand. Die Einsamkeit konnten weder die prächtig belegten Brötchen vom Bäcker nebenan, die geisteskranke Frau unter dem Dach, noch das leckere fränkische Bier lindern, von dem Kaschte viel zu viel trank – so flüchtete er sich in die Produktion des Albums „Tineoidea“, das er in seiner Einraumwohnung mit minimalsten Mitteln zusammenbastelte. „Tineoidea“, eine schrottige Rock-Oper, glänzt durch die gesangliche Beteiligung der damaligen Speerspitze der deutschen Gothic-Szene und wird von Fans zu Recht als Meilenstein in Kaschtes Vita betrachtet – unterstreicht das Album doch einmal mehr, welche aberwitzigen Geschichten und Ideen sich Kaschte auszudenken vermag.       

„a.Ura und das Schnecken.Haus“ entstand in einem, im Niemandsland zwischen Wien und der tschechischen Grenze gelegenen, verrotteten Vierkanthof, den Kaschte mit seiner damaligen Lebensgefährtin, vier Katzen und einer, mit den Katzen verbündeten, äußerst frechen Spitzmaus bewohnte. Die in Wien gewonnen Eindrücke und Ideen, die urigen Lebensumstände, private Konstellationen, Ängste und Nöte - all das hatte unmittelbaren und starken Einfluss auf Kaschtes Schaffen und Wirken. Kaschte ist immer noch davon überzeugt, dass das Albert Schweitzer-Haus in der Schwarzspanierstraße 13 als Dimensionsportal benutzt werden kann – wie die Sache funktioniert, verrät er hingegen nicht. Aus der Bibliothek der Theosophischen Gesellschaft in der Stumpergasse 40 hat er sich Landkarten von Atlantis ausgeliehen, die er in seiner Küche bei einer Temperatur von 50°C studierte. In seinem Schlafzimmer krochen ab und an Geister in die oberen Zimmerecken, gegen die nur Schnee an den Füßen half – und dass den Menschen in der Wagramer Gegend des Nachts spitze Zähne wachsen, steht außer Frage. Kaschtes gesammelte Geschichten über seine Zeit in Österreich sind so umfangreich, dass sie den Rahmen dieses Textes sprengen würden - seine Faszination für sowie seine Liebe zu Wien halten bis zum heutigen Tage an und haben zu zahlreichen musikalischen Kooperationen abseits des SAMSAS TRAUM-Kosmos' geführt.

Im Jahre 2006 zog Kaschte aus gänzlich unnachvollziehbaren Gründen und wider jede menschliche Vernunft nach Dortmund, will heißen: zur falschen Zeit an den falschen Ort. Obwohl er das Jahr in der Ruhrmetropole als eine einzige nervliche Folter in Erinnerung hat, trug seine Zeit in Dortmund musikalisch durchaus bemerkenswerte Früchte – als sich am 13. August der Sänger und Gitarrist einer schwedischen Black Metal-Band in den Kopf schoss, fasste Kaschte den Entschluss, dem Schwarzmetall in seinem Dasein und Wirken neues Leben einzuhauchen. Aus dieser Intention heraus entstand „Heiliges Herz – Das Schwert Deiner Sonne“, jenes Album, das Kaschtes Anhängerschar im November 2007 über Nacht halbierte. Jahre später sollten Stücke des Albums zu vielgewünschten Höhepunkten von SAMSAS TRAUM-Konzerten werden - Musikerkollegen sprachen Kaschte Respekt und Anerkennung für seine in Interviews an den Tag gelegte Wahrhaftigkeit aus. Was von vielen als „künstlerischer Selbstmord“ verschrien wurde, markiert heute eine Sternstunde in der Bandgeschichte von SAMSAS TRAUM.

2009 wollte Kaschte, der mittlerweile nach einem weiteren eindrucksvollen Jahr in Wien (einen bis unter die Decke mit Müll vollgestopften Keller, die Frau des Weihnachtsmannes und den Hauszerstörer inklusive) nach Marburg zurück gekehrt war, den 13. Geburtstag seiner Band mit einem für SAMSAS TRAUM untypischen Album feiern: „13 Jahre lang dagegen – Anti bis zum Tod“ war als dreckige, stilistisch aus der Reihe tanzende, Langrille geplant. Leider begann mit diesem Album das, was Kaschte den „SAMSAS TRAUM-Fluch“ nennt: gemeint ist der Umstand, dass die Produktion eines jeden ab 2009 entstandenen Albums mehr der Bändigung kosmischen Chaos' als künstlerischer Arbeit glich. Ob höllische Temperaturen im Aufnahmeraum, Tontechniker und Produzenten, die in Wirklichkeit keine Tontechniker und Produzenten waren, Mastering-Studios, die während der Arbeit einschliefen oder Schlagzeugspuren, die das Laufen lernten – Alexander Kaschte hat all das erlebt und erwies sich zu seinem eigenen Leidwesen immer wieder als Psycho-Magnet. So entpuppte sich die Produktion von „13 Jahre...“ als finanzielles Desaster, das Album musste zweimal gemischt werden, die Akzeptanz der Hörer hielt sich in Grenzen – sinnfreie Kritik wie „Man bemerkt keinen Unterschied zwischen den Liedern“, „Den Songs fehlt die emotionale Tiefe“ oder „Kaschte gehen die Ideen aus“ waren an der Tagesordnung. Viele Fans warteten immer noch, enttäuscht von der Entwicklung der Band, auf einen Aufguss des „a.Ura“-Albums, andere konnten in Ermanglung der Kenntnis der Filme Ingmar Bergmans sowie der Literatur Roberto Savianos oder Svetlana Alexijewitschs den Hintergrund der Texte nicht verstehen. Dass das Album mit „Mr. Misanthropia“, „Afghanistan“ und „Barfuß“ gleich drei der mitreißendsten und anrührendsten SAMSAS TRAUM-Stücke aller Zeiten enthält, wurde oftmals übersehen.   

Das Schicksal spendierte Kaschte eine Extraportion Unvorhersehbarkeit und ließ ihn die russische Künstlerin Anastasia Ilyna kennen lernen. Ilyna, Absolventin der angesehenen Moskauer Stroganovka-Kunstakademie und diplomierte Buchillustratorin, bebilderte in ihrer Heimat die Werke Oskar Wildes, Cechovs, Kafkas sowie zahlreiche nationale Kinderbücher. Kaschte engagierte Ilyna für die Illustrationen seines Albums „Anleitung zum Totsein“, das sich graphisch, musikalisch und textlich mit dem Tod auseinandersetzt und auf den Musiker eine kathartische Wirkung hatte - mit dem Album schloss Kaschte nicht nur seine Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit ab, es ließ ihn auch Standpunkte zu anderen, ihn seit Jahren beschäftigenden Schattenseiten seines Geistes finden. Für die positiv und optimistisch denkende Anastasia Ilyna war der Illustrations-Prozess von „Anleitung zum Totsein“ eine große Herausforderung; aus der interessanten und kreativen Zusammenarbeit entwickelte sich eine hochexplosive Künstlerbeziehung.

Kaschte verbrachte in Folge dessen viel Zeit in Russland und lernte dort nicht nur obskure Tonstudios, sondern auch echten, ungeschönten und vollkommen untouristischen Alltag kennen: die Gesangsaufnahmen zu „Anleitung zum Totsein“ fanden in einer Grundschule statt, vor den Räumlichkeiten des Studios bauten Kinder im Kontext des Unterrichts Kalaschnikows auseinander und warfen mit Handgranaten-Attrappen um sich. Das Leben auf engstem Raum, die unendliche Trostlosigkeit eines farblosen Horizonts, eine den Ereignissen jedes neuen Tages anhaftende Unvorhersehbarkeit und ein in allen Daseinsbereichen gnadenloser Mangel dessen, was Kaschte aus Deutschland als „Sicherheit“ kannte – und dort nicht einmal als „Sicherheit“ bemerkte – stellten die Geduld, die charakterliche Stärke und die Nerven des Künstlers auf die Probe. Vor sich selbst ist Kaschte bei dieser Probe durchgefallen – auch wenn ihn der Lebensabschnitt in Russland hat reifen lassen, ihn ruhiger und gelassener gemacht hat. Als Kaschte Russland verließ, hasste er Russland aus tiefster Seele, weil er Russland von ganzem Herzen liebt; und das versteht nur, wer einmal für längere Zeit dort war. Als Kaschte Russland verließ, war er außerdem mit Anastasia Ilyna verheiratet und der Vater einer zauberhaften Tochter – womit er zumindest aus zwei der drei größten Schlachten seines bisherigen Lebens als Sieger hervorgegangen ist.

Im September 2011 begaben sich SAMSAS TRAUM auf eine, die „Anleitung zum Totsein“ präsentierende, Club-Tour durch Deutschland und Österreich, die gleichzeitig einen längeren Abschied Alexander Kaschtes von der Bühne markierte. Die Gründe für die Entscheidung, nicht mehr auf Tour zu gehen, waren unterschiedlicher Natur – Kaschte definierte sich zunehmend als Familienvater und zog seine Selbstbestätigung mittlerweile aus allem, nur nicht aus dem Jubel seiner Fans. Darüber hinaus ertrug er es nicht, für mehrere Wochen von Frau und Kind getrennt zu sein und wollte diese auch nicht mit auf Tour nehmen. Desweiteren hatten sich SAMSAS TRAUM-Konzertreisen mit den Jahren zu finanziell riskanten Unterfangen entwickelt – in manchen Städten spielte die Band vor 1.000, in anderen Städten vor 70 Menschen. Manchmal verdiente Kaschte mit seinen Auftritten sehr viel Geld. Manchmal verlor Kaschte mit ihnen aber auch sehr viel Geld – und der Musiker war nicht mehr bereit, die Risiken zu tragen.     

Nach der ausufernden Remix-Kollektion „.Käfer.Maden.Würmer.Spinnen“ und dem Live-Doppel-Album „Unbeugsam – Unberechenbar – Unsterblich“ erblicke am 23. November 2012 das Über-Opus „Asen'ka – ein Märchen für Kinder und solche, die es werden wollen“ das Licht der Welt. Kaschte hatte über drei Jahre an dem Konzept-Album gearbeitet, sämtliche Musik war für seine Frau, sämtliche Texte für seine Tochter geschrieben worden. Jeder Ton und jedes Wort wogen somit schwer. Das Album wurde durch das Artwork Anastasia Kaschtes, das auf einem zwei Meter breiten und 40 Zentimeter hohen Gemälde basierte, in bisher unerreichte künstlerische Sphären gehoben. „Asen'ka...“ lies die Band in einer sich täglich verändernden Medienlandschaft zwar nicht an alte Erfolge anknüpfen, das Album brachte Kaschte aber etwas viel wichtigeres: die Rehabilitierung durch seine Fans. Viele hatten seit „Heiliges Herz“ mit den Fähigkeiten, der Kreativität und dem Ideenreichtum des Künstlers gehadert - nach „Asen'ka...“ war allerdings auch dem letzten Zweifler klar, dass es sich bei Alexander Kaschte um einen der prägendsten, einzigartigsten und kreativsten Künstler handelt, die die deutsche Musikkultur jemals hervorgebracht hat.

Heute lebt Alexander Kaschte mit seiner Familie in Marburg an der Lahn und wird dort hoffentlich auch noch länger leben, denn in Marburg entstanden immer die besten SAMSAS TRAUM-Alben. Er schreibt derzeit Musik für Theaterstücke, Bücher und Geschichten für diverse Verlage sowie die zukünftigen Meilensteine in der Geschichte von SAMSAS TRAUM. Darüber hinaus arbeitet Kaschte an seiner Karriere als Vorleser und Hofnarr. Über den Schnitt seines Narrenkostüms zerbricht er sich allerdings noch den Kopf.


Qualle: Samsas Traum

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